Teil 3: "Obstland"

Die Fahrt durch das Marschland führt durch den Fruchtkorb des Nordens

Nun beginnt die Fahrt flussabwärts durch Marschländereien und vielfach wechselnde Landschaftsbilder. Zwischendurch tauchen immer wieder Landstriche, historische Ortschaften und beeindruckende Bauwerke, kleinere Hafenstädte, historische Schiffe und alte Bauernhäuser auf. 

Lassen Sie sich an der Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm-Höft bei Wedel freundschaftlich von dem Begrüßungskapitän verabschieden und freuen Sie sich auf das, was vor Ihnen liegt. Zur Linken liegt das Alte Land, ein riesiges Obstanbaugebiet, das nicht nur wegen seiner schönen Dörfer und Landschaft ein beliebtes Ausflugsziel ist. Vor allem für das rosa-weiße Blütenmeer im Frühjahr, wenn sich nacheinander die Knospen der Kirschen, Pflaumen, Zwetschgen und schließlich der Äpfel auf über 170 Quadratkilometer entfalten, ist es weit über seine Grenzen bekannt. Am Rande des großen Obstparadieses liegt die Hansestadt Stade.


Stade

Die Hansestadt Stade im Alten Land liegt etwa fünf Kilometer vom Elbufer entfernt. Anno 994 wird die Stadt erstmals schriftlich erwähnt. Sie entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Hafen- und Handelsplatz und gehörte von Beginn an der Hanse an. Die Kaufleute der Stadt beteiligten sich schon seit dem 12. Jhdt. an den Handelsreisen der Fernkaufleute im nördlichen Europa. Damals war Stade sogar bedeutender als der große Nachbar Hamburg! Heute bezaubert die Stadt durch eine backsteinrote Altstadt, mittelalterliche Fachwerkhäuser und Gassen, viel verzierte Kaufmannshäuser, maritimes Flair und den Hansehafen. Im Hafen steht auch das preisgekrönte Schwedenspeicher-Museum, das an die Eroberung durch Schweden im Jahr 1645 erinnert - rund 70 Jahre gehört Stade zur schwedischen Krone. 


Schauen Sie bald nach rechts in Richtung Glückstadt, einer Stadt, die 1617 gegründet wurde und heute ein idyllisches Stadtdenkmal mit großem Markplatz ist. Überregional ist Glückstadt auch bekannt durch die jährlich im Juni stattfindenden Matjeswochen, regional durch die Elbfähre Glückstadt–Wischhafen, die die Schleswig-Holsteiner Elbmarschen mit Wischhafen in Niedersachsen verbindet.


Krautsand

In der Nähe des Anlegers der Elbfähre Wischhafen/Glückstadt liegt die Elbinsel Krautsand. Die Insel ist vor mehr als 350 Jahren aus mehreren kleinen Sänden zusammengewachsen und durch zwei Brücken mit dem Festland verbunden. Ab 1620 entstanden die ersten richtigen Häuser auf Krautsand, die auf Erdhügeln, sogenannten Wurten, zum Schutz gegen die Sturmfluten der Elbe erbaut wurden. Typisch für Krautsand sind außerdem die Reetdachhäuser, die Obsthöfe, die Viehweiden, die kleinen Naturschutzgebiete, die Häfen und der schöne Sandstrand. Erst 1976 wurde Krautsand eingedeicht. Eine halbe Stunde dauert die Fährüberfahrt zur rechten Elbseite nach Glückstadt.


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