Valentins ganz persönliches Hamburg

Ein ordentlicher Kaffee im Grindelviertel, Probe mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester oder ein leckeres Abendessen im Eimsbüttler Kultlokal Vienna – Valentin Priebus gibt einen Einblick in seine Lieblingsorte der Stadt und beantwortet Fragen über sein ganz persönliches Hamburg.


Alle Wege führen nach Hamburg. Erzähl uns von deinem.

» Mein Weg nach Hamburg verlief übers Probespiel beim NDR Elbphilharmonie Orchester. Nach dem ersten Anlauf, bei dem mir die Stelle noch nicht vergeben wurde, durfte ich immer wieder mal eine Woche als Aushilfe im Orchester spielen und so die Stadt kennenlernen, die für mich vorher eher ein Buch mit ’ner Handvoll Siegeln gewesen ist. Beim zweiten Versuch einige Monate später klappte es dann - da hatte mich die Stadt längst in ihren Bann gezogen. «

Beschreibe das Hamburger Lebensgefühl. 

» Unerwartet mediterran, dazu kosmopolitisch und dennoch nicht durch urbane Anonymität und Größe überfordernd. « 

Beschreibe die Stadt in einem Satz. 

» Bei gutem Wetter ist es ja in fast allen Städten schön, aber Hamburg vermittelt etwas einzigartig Einladendes - ein Gefühl, das sich bei mir z.B. im Zug bei der Fahrt über die Elbbrücken, an den vielen grünen Freiflächen wie im Alster- und Stadtpark oder abends am Elbstrand einstellt. «

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Was hat Hamburg, das andere Städte nicht haben? 

» Hockey ist hier Volks- und keine Randsportart. «

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Hast du einen geheimen Wohlfühlort in Hamburg, den du uns verraten möchtest?

» Meinen Balkon. Aber Zugang gibt’s nur auf Einladung. «

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Hast du einen Lieblingsplatz am Wasser?

» Jedes Fleckchen, auf das abends Sonne fällt - also tendenziell eher die Ostufer. «

Ironischer Miesepeter oder geheimer Sonnenschein? Was macht für dich den typischen Hamburger aus?

» Freundlich, aber zurückhaltend; die Hamburger lassen sich nicht so leicht in die Karten schauen.
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Welcher vermeintliche Hamburger „Touri-Tipp“ wird völlig unterschätzt?

» Planten un Blomen. Man kann sich in diesem verwinkelt-gemütlichen Park wunderbar treiben lassen und schon mal die Orientierung verlieren. Außerdem lässt sich nirgendwo besser an der vielseitigen Pflanzenwelt der Wechsel der Jahreszeiten beobachten. Die Wasserlichtspiele habe ich erst letztes Jahr zum ersten Mal gesehen. « 

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Du musst Hamburg eine Weile verlassen. Was würdest du mitnehmen, damit dich kein Heimweh überkommt? 

» Eine Playlist mit „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ von Hans Albers. «

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Butter bei die Fische: Elbe oder Alster? (Und warum?) 

» Die Alster. Sie ist zu Fuß nur zehn Minuten von meiner Wohnung entfernt. «

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Gibt es einen Ort/eine Aktivität/ein Gebäude, das du in Hamburg noch nicht gesehen hast und schon immer mal sehen wolltest?

» Den Fernsehturm, da er direkt bei mir um die Ecke liegt, aber seit Jahren geschlossen ist. «

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Mit welcher Hamburger Persönlichkeit würdest du gerne mal ein Fischbrötchen essen? 

» Mit Johannes Brahms. «

Hamburg und du – eine Liebesgeschichte. Welcher Song wäre die Titelmelodie?

» Der erste Satz aus Brahms’ zweiter Sinfonie.
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Wohin gehst du mit Besuch von außerhalb in Hamburg als erstes und warum?

» Spazieren in meinem Viertel und zur Außenalster, da mein Besuch dadurch am schnellsten einen Eindruck von meinem Alltag erhält und warum ich mich hier so wohlfühle. «

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Wohnst du schon in deiner Lieblingsstraße?

» Ja! Ob die Wohnung jedoch in 10 Jahren noch optimal passt, ist eher fraglich. « 

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Reizt dich auch noch einmal ein anderes Viertel?

» Durchaus, denn eine der beeindruckendsten Erkenntnisse war, dass man auch nach Jahren immer wieder reizvolle andere Ecken der Stadt entdeckt. «

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Unterscheidet sich dein Arbeitsplatz sehr von deinem Wohnort? 

» Sehr, und das ist eine echte Bereicherung - durch das Proben und Konzertieren in der Elbphilharmonie verbringe ich nun auch viel Zeit an der Elbe! « 

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Hamburg ist perfekt – fast. Was wünschst du dir manchmal für die Hansestadt? 


» Es muss ja nicht gleich ein Mittelgebirge sein, aber zumindest ein paar kleine Hügel am Horizont. Die „Harburger Berge“, aus dem 12. Stock der Elbphilharmonie betrachtet, geben zwar ihr Bestes, aber irgendwie muss da noch mehr kommen. « 


Wir waren mit Valentin an ihren Lieblingsorten


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